Lager richtig schmieren
Der Schmierstoff hat den Zweck, einen direkten Kontakt zwischen den Wälzkörpern, Schienen und dem Käfig zu verhindern und somit eine minimale Reibung und Verschleiß zu gewährleisten.Gleichzeitig wird häufig Fett zur Verbesserung der Abdichtung verwendet, Öle dagegen für die Wärmeabfuhr aus dem Lagersitz.
Welches Schmiermittel und das Schmiermittelverfahren für bestimmte Lagereinheit in Frage kommen hängt von den Betriebsbedingungen ab, kann aber im Vorhinein bestimmt werden, je nachdem, um welche Schmierung es sich bei benachbarten Teilen der Maschine handelt. Ebenfalls wichtige Rolle spielen dabei Einflüsse aus der Umgebung wie Staub, Spritzwasser, Kondensbildung, aggressive Medien und die Wellenlage (horizontal oder vertikal aufgestellte Welle). Darüber hinaus ist es notwendig, die Aufmerksamkeit auf die Kompatibilität des Schmiermittels und des Materials, aus dem der Käfig des Lagers angefertigt ist, zu legen. Zulässige Betriebstemperaturen (gemessen an der Außenfläche des äußeren Lagerrings) für die Käfige aus Polyamid 6.6, liegen im Bereich zwischen 100 und 120 ° C, abhängig von dem verwendeten Schmiermittel.
Schmieren mit Fett
Die Lager, die nicht abgedichtet sind, sollen während der Montage mit Fett versorgt werden. Wann und wie es gemacht wird, hängt von der Art des Lagers als auch von der Gehäusekonstruktion ab.Bei demontierbaren Lagern, wie z. B. Rollenlager oder Konuslager, die Teile des Lagers in der Reihenfolge ihrer Montage mit Fett schmieren. Nach dem Einbau des ersten Ringes zuerst den dabei entstandenen Leerraum einfetten. Die Schienen bei Ringen ohne Wälzkranz leicht schmieren, um Schäden bei Zusammensetzung des Lagers zu vermeiden. Nach dem Einbau des Lagerrings mit Wälzkranz den Leerraum zwischen den Rollen mit Fett füllen.

SKF bietet eine große Auswahl an hochwertigen Lagerfetten
Nicht zerlegbare Lager von beiden Seiten mit Fett füllen. Bei anpassungsfähigen Lagern kann der Außenring nach der Montage auf der Welle gedreht und die Zwischenräume des freiliegenden Wälzkranzes geschmiert werden. Nur wenn das Fett nach der Montage des Lagers nicht mehr gleichmäßig aufgetragen werden kann, ist es notwendig das Lager im Vorhinein zu schmieren.
In Fällen, in denen das Lagergehäuse geteilt ist, befestigen Sie zuerst das Lager an der Welle und füllen Sie es auf beiden Seiten mit Fett. Setzen Sie dann das Lager mit einer Welle in das Gehäuse und füllen Sie den Leerraum im Gehäuse mit der erforderlichen Menge Fett.
Bei nicht geteilten Gehäusen und nicht zerlegbaren Lagern den Leerraum hinter dem Lager einfetten. Nach der Montage eines normalerweise nicht schmierigen Lagers, dieses von der offenen Seite des Gehäuses schmieren. Die Lagerung des Lagers durch die Schmiernuten und die Löcher im Innen- oder Außenring ist besonders einfach, wenn geeignete Schmierungsmöglichkeiten im Gehäuse oder der Welle vorgesehen sind. Füllen Sie anschließend den Leerraum vor dem Lager mit Fett, soweit es nötig ist.
Nachschmierung
Beachten Sie beim Nachschmieren des Lagersitzes die Wartungsanweisungen des Maschinenherstellers. Wischen Sie die Nippel vor dem Nachschmieren sorgfältig ab. Wenn das Lagergehäuse nicht mit Nippeln ausgestattet ist, entfernen Sie den oberen oder den Seitendeckel, entfernen Sie das verbrauchte Fett und ersetzen Sie es durch das frische Fett der gewählten Art oder durch geeignetes Fett aus dem SKF-Programm. Für die Fettschmierung durch die Nippel stehen Handschmierpumpen zur Verfügung.Fettmenge
Insbesondere das Fett, das sich direkt im Lager befindet durch das neue Fett ersetzen. Die Menge an benötigtem Fett hängt von der Größe des Lagers ab. Wenn Sie keine Schmierdaten zur Verfügung haben, können Sie die benötigte Menge mit folgender Gleichung ermitteln:G = 0,005 x D x B
dabei ist
G – Fettmenge (g)
D – Außenmesser des Lagers (mm)
B – Gesamtbreite oder Höhe des Lagers (mm)
SKF Fette
Es ist bekannt, welchen Einfluss der Schmutz im Schmierstoff auf die Lebensdauer des Lagers hat. Aus diesem Grund widmet SKF neben der Dichtungstechnik auch der Fettentwicklung für Wälzlager viel Aufmerksamkeit. Das Ergebnis dieser Entwicklung sind mehr als 15 Arten von SKF-Fetten für eine Vielzahl von Anwendungen, die im SKF Fette-Katalog aufgeführt sind.« zurück zur Liste






